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Was ist content marketing?

Content Marketing bewirbt kein Produkt und auch keine Dienstleistung! Aber wozu brauchen Sie dann dieses Content Marketing? Wie befinden und in einer zeit des Käufermarkts. Heißt, bei den aller meisten Produkten entschiedet der Käufer, wo er kauft. Die potentiellen Kunden haben unseren Erfolg fest in der Hand. Damit sich die Kunden dann für uns entschieden, müssen wir im Voraus sehr viel für sie tun. Sonst gehen sie woanders hin!
Dieses "sehr viel tun" können wir durch Content Marketing umsetzten. Lesen Sie hier eine hilfreiche Einführung, was Content Marketing ist und welche Formen es annehmen kann. 

Um wen oder was geht es eigentlich beim Content Marketing?

Wenn es nicht darum geht, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu bewerben, worum geht es dann? Die Frage ist berechtigt. Wenn aber auch es sich nicht um eine neue Erfindung handelt. Im Grunde ist Content Marketing eine Strategie. Diese Strategie bewirkt, dass Ihr Name, Ihr Produkt und/ oder Ihre Dienstleistung das erste sind, was den Menschen einfällt, wenn sie sich
Gedanken um die Kategorie oder das Problem machen, für das Ihr Unternehmen die Lösung hat. 

Denken wir kurz an Taschentücher. Synonym wird Tempo benutzt! Das ist großartig. Hier hat es ein Unternehmen geschafft, stellvertretend für das eigentliche Produkt als Begriff benutzt zu werden. 

Für diesen Erfolg muss die Zielgruppe - besser unsere Buyer Persona - uns wahrnehmen. Aber nicht wahrnehmen im Sinne davon, dass wir unserer Firmenlogo auf jeden Schnipsel kleben, dass über jeden Artikel unsere Bannerwerbung flackert oder dass wir Wurfsendung nach Wurfsendung in die Briefkästen werfen. Nein. Unsere Marke ist erst einmal egal. Unser Produkt ist es auch. Wir wollen, dass wir einfach diejenigen sind, die die Lösung haben. Oder das Leben besser machen. 
Erste Lektion: Content Marketing hat nichts mit dem Produkt zu tun und auch nur entfernt mit der Marke. 
Content Marketing ist dazu da, sich als beste Adresse für Lösungen der Zielgruppe rund um ein Themenkomplex zu positionieren. 

Gemeinsamkeiten entdecken!

Menschen kaufen da, wo sie vertrauen. Um zu vertrauen, muss Sympathie vorhanden sein. Einfach ausgedrückt. Sie wollen, dass Ihre Zielgruppe sie sympathisch findet. Sie wollen, dass Ihnen Ihre Buyer Persona vertraut. 

Der einfachste Weg, diese Ziele zu erreichen führt über Gemeinsamkeiten. 

Gemeinsame Wertvorstellungen und gleiche Ziele verbinden. Es ist wie im wahren Leben: Stellen Sie sich vor, Sie sind in new York. Dort sehen Sie in der U-Bahn zwei Leute mit einer deutschen Tageszeitung sitzen. Das ist schon einmal großartig, weil Sie sich sofort verbunden fühlen. Sie verbindet die gemeinsame Sprache und damit vermutlich auch die Herkunft. Ihre Assoziationsfähigkeit beginnt in Bruchteilen von Sekunden zu rattern - gemeinsame Herkunft, gemeinsame Werte, vielleicht aus einem Bundesland...- Sie suchen automatisch nach mehr Anhaltspunkten. Dabei scannen Sie nur schnell, was Sie offensichtlich erkennen können: 

Eine der beiden Tageszeitungen ist eine regionale Zeitung, die Berliner Zeitung. Klasse, denken Sie. Sie kommen auch aus Berlin. Was für ein Zufall. Sie gemeinsam hier in der U-Bahn in New York am anderen Ende der Welt. Was für ein schöner Zufall. 
Haben sie diese Szene bitte einen Augenblick im Hinterkopf. 

Jetzt passiert genau dasselbe. Einziger Unterschied, Sie brauchen eine Auskunft über ein preiswertes, gutes Hotel. Sie könnten jeden fragen, denn Sie sprechen fließend Englisch. Nachdem Sie aber die beiden Mitfahrer mit den deutsch sprachigen Tageszeitungen entdeckt haben, hat Ihr Gehirn automatisch alle anderen Personen als potentielle Ratgeber ausgeschlossen. Warum? Ihr gemeinsames Werteumfeld "deutsche Sprache" suggeriert Ihnen, dass Sie hier wohl eine Antwort finden würden, welche auf der gleichen Bewertungsskala basiert. Gleiches empfinden für teuer und preiswert und gleiches empfinden für einen guten Hotelstandard. Nachdem Sie aber gesehen haben, dass sogar einer der beiden ziemlich wahrscheinlich aus Berlin kommt, fällt auch der zweite Deutsch sprachige Mensch weg. Es ist klar, der Berliner scheint Ihnen am ähnlichsten, ergo am sympathischsten und vor allem aber: am vertrauenswürdigsten zu sein. 

Sie fragen ihn. 
Haben Sie noch die Szene im Kopf? Wir spielen jetzt Internetuser: Ihre Buyer Persona ist nicht in der U-Bahn. Sie ist im Internet und hat das gleiche Problem. An welcher Seite orientiert sie sich? An der, dessen Domainname, Tone of Voice und vielleicht Aufmachung ihr am ähnlichsten mit den eigenen Vorstellungen zu sein scheint. 

Wir befinden uns also schon weit entfernt von rein rationalen Entscheidungen. Wir sind auf der Ebene von Emotionen angelangt. 
Content Marketing: Sie präsentieren Ihre Werte und Einstellungen und suchen nach Gleichgesinnten. 

Rad nicht neu erfunden. Content Marketing gab es schon offline

Ein findiger Farmer, John Deer, hat vor knapp 100 Jahren bereits Content Marketing betrieben. Er verkaufte Farmermaschinen und gab ein Magazin zum Thema Farmerei heraus. Dieses Magazin bot seinen Lesern - die auch seinen potentiellen Käufern entsprachen - stets die neusten Informationen rund um das Thema Agrar. Wenn immer jemand also daran dachte, sich einen neuen Traktor kaufen zu wollen, dachte er automatisch an John Deer. Selbst wenn also jemand den Traktor vielleicht etwas preiswerter angeboten hätte, wären die meisten doch zu John gegangen. Warum? Weil er in Vorleistung gegangen ist. 

Ein weiterer Part von Content Marketing

Wir Menschen haben stets das Gefühl, jemanden, der uns etwas Gutes getan hat, was zurück geben zu müssen. So verhält es sich auch mit dem Content Marketing. Wenn Sie als Unternehmen Experte sind und es geschafft haben, sich für Ihre Zielgruppe als solcher zu positionieren, haben Sie ziemlich wahrscheinlich durch Ihre Informationen schon so manchem zur Problemlösung verholfen. Gratis versteht sich! Sie haben für den Leser Mehrwert geschaffen, sein Leben spürbar besser gemacht und das ganz selbstlos. Ohne Geld dafür zu bekommen, ohne ein konkretes Produkt oder eine Dienstleistung zu nennen und ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. 

Nun ist der Rezipient aber nicht dumm. Er weiß durchaus, wo er Hilfe gefunden hat. Er wird also innerhalb seiner Community - Ihrer Zielgruppe übrigens - seine positiven Erfahrungen mit Ihnen teilen. Das ist super, weil Sie so quasi gleich vielen Menschen auf einen Schlag helfen. 

Wenn dieser Rezipient also demnächst wieder ein Problem im gleichen Bereich hat, wird er zuerst bei Ihnen nach Hilfe suchen. Denn bei Ihnen hat er schon einmal eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Irgendwann kommt der Tag, an dem er auch Geld ausgeben muss, um eine weitere Lösung in Ihrem Kernbereich zu erreichen. Weil Sie ihm bisher immer behilflich waren, wird er durch seine Kaufentscheidung für Sie Ihnen etwas zurückgeben. 

Content Marketing: Erst geben, dann nehmen/bekommen

Welche Optionen habe ich als Unternehmen, Content Marketing zu machen?

Die einfachste Variante für Content Marketing ist ein Glossar. Machen Sie Ihre Homepage zur besten Nachschlageadresse von Fachspezifischen Begriffen. 

Weiter können Sie mit Videos komplizierte Sachverhalte einfach erklären oder aber für Unterhaltung sorgen. Videos haben den großen Vorteil, dass Sie vielmehr Inhalt in einer Minute wiedergeben können, als Sie in einer Minute Lesezeit unterbringen können. 

Zudem können Videos auch viral gehen.

Infografiken sind eine schöne Möglichkeit, dem Leser schnelle und übersichtliche Infos zur Verfügung zu stellen. 

Printables erlauben Ihren potentiellen Kunden, sich gratis Ihre Weisheiten ins Haus zu holen und Ihr großer Vorteil. Sie haben den weg heraus aus der digitalen Welt in den tatsächlichen Alltag Ihrer Zielgruppe geschafft. 

Freebes sind eine etwas aufwendige, aber sehr lohnende Investition in Sachen Content Marketing. Es handelt sich dabei um Guides, meistens Ratgeber, für die Ihr Publikum nichts bezahlen muss. Einzige Gegenleistung ist oft eine Emailadresse. Sehen Sie sich hierzu unbedingt die Idee des Sales Funnels an. Denn Content Marketing ist der erste Schritt in diesen wichtigen Funnel.

Mit Emailserien und interessanten Newslettern können Sie ebenfalls wertvolle Informationen weitergeben. 

Versuchen Sie Content Marketing nicht aus Ihrer Unternehmersicht anzugehen. Das wäre fatal. Erstens könnte das Ergebnis einen Eindruck "von-oben-herab" machen und zweitens ist es selten inhaltlich wirklich das, was Ihre Zielgruppe wirklich hören will. 
Am besten finden Sie einen Berater aus der Mitte Ihrer Zielgruppe. Sie können alternativ auch sich selbst in der Community aufhalten. Hier schnappen Sie auf, was gerade wichtig ist und entwickeln um die echten Probleme herum Ihrer Content Marketing Strategie!

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